Zur Nachlassbibliothek gehören jene 3'326 Bücher, die nach Thomas Manns Tod in seinem Kilchberger Arbeitszimmer standen und dann als Geschenk der Familie ins TMA fanden; einige wenige Bände kamen erst später dazu.
Die Nachlassbibliothek, die heute im Gedenkzimmer steht, ist eine Kostbarkeit von herausragender Bedeutung. Nur schon das Alter und die Qualität vieler Drucke (Stiche, Holzschnitte, Lithographien) und die Erstausgaben wichtiger Werke (Hottinger, Goethe, Herder, Heine, Eichendorff, Nietzsche, Haeckel etc.) machen diese Bibliothek zu einem wertvollen kulturellen Erbe. Zahlreiche Bücher sind signierte Werke von Schriftstellerkollegen wie Hofmannsthal, Schnitzler, Musil, Brod, Hesse; hinzu kommen Geschenke von Freunden, Verehrern und Institutionen. Besonderen Wert verleihen natürlich auch die vielen mit Bleistift angebrachten An- und Unterstreichungen Thomas Manns und die wissenschaftlich ebenso ergiebigen Anmerkungen. Sie lassen nicht nur seine Lektüre nachvollziehen, sondern helfen auch bei der Rekonstruktion des Schreibprozesses.
Die erhaltenen Bücher umfassen die folgenden Gebiete:
Die Bücher und Broschüren, die heute Thomas Manns Nachlassbibliothek bilden, haben einen langen Weg hinter sich. Die meisten kamen in den Jahren 1956 bis 1980, Katia Manns Todesjahr, von Kilchberg ins Archiv, einige wenige noch nach Golo Manns Tod 1994. Ein paar Bücher mit Widmungen an Thomas Mann konnten antiquarisch erworben werden. So gelangten Bücher mit dem Stempel des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands und des Haupt-Archivs der NSDAP in die Nachlassbibliothek.
Die einzelnen Bände der Nachlassbibliothek sind bibliothekarisch erfasst und können unter dem folgenden Link gesucht werden: Benutzung.