bestaende

Späte Erzählungen

Die Unterteilung in frühe und späte Erzählungen hat sich seit längerem eingebürgert. Sie findet sich auch in der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe wieder. Zu den späten Erzählungen werden die Erzählungen ab Unordnung und frühes Leid gerechnet.

Von den späten Erzählungen (1919 -1953) liegt nur wenig vor:

  • Mario und der Zauberer (1930) ist mit einer einzigen Manuskriptseite (S. 55) vertreten: Cipolla treibt sein Unwesen mit Mario anlässlich der Hypnosevorführung.
  • In drei Mappen ist hingegen das vollständige Manuskript der Erzählung Die vertauschten Köpfe (1940) vorhanden, ausserdem Notizen, festgehalten auf Briefpapier mit Briefköpfen „Dr. Thomas Mann, Küsnacht-Zürich, Schiedhaldenstrasse 33” und „Verlag Oprecht Zürich”, 8 Bogen mit 31 beschrifteten Seiten sowie 3 teilweise vor- und rückseitig beschriftete Einzelblätter mit „The St. Anthony, San Antonio, Texas”-Briefkopf.
  • Ein weiteres Konvolut enthält Notizen zu Das Gesetz (1944) und Joseph, der Ernährer (1943). Es enthält insgesamt 202 Blätter, darunter Briefe und Postkarten des Ägyptologen Alexander Scharff, eine Postkarte von Ida Herz, Zeitungsausschnitte und Bilder aus Zeitschriften, auch eine Landkarte und insbesondere 186 Notizblätter von Thomas Mann. Bei den Blättern zu Das Gesetz handelt es sich vornehmlich um halbierte Bogen, Format ca. DIN A5, mit dem Briefkopf „The Library of Congress/The Consultant in Germanic Literature”, während der Briefkopf „The Steamliner/City of San Francisco” 3 Blätter ziert. Die Blätter sind meist einseitig mit Tinte beschrieben, einzelne weisen rückseitig Bleistiftnotizen auf, Unterstreichungen mit Tinte oder rotem Farbstift.
  • Von Die Betrogene (1953) liegt ein Manuskript vor, das 91 Blätter umfasst, die bis Seite 30 in schwarzer, dann in blauer Tinte beschrieben wurden. Der Titel ist von roter, spätere Korrekturen von blauer Tinte. Auf einem zusätzlichen Blatt finden sich die Zeilen: „Herzlich gern gebe ich den Vorabdruck dieser Erzählung im Faksimile der Handschrift zwei zu Gunsten bedürftiger Kinder und Jugendlicher in Israel. Erlenbach bei Zürich, Mai 1953, Thomas Mann.” Eine Mappe vereinigt Ausgeschiedenes, gesamthaft 18 einseitig beschriebene Folio-Blätter, eine andere 6 teilweise beidseitig beschriebene Folio- und 3 Halbblätter, u. a. Notizen zur Figur Ken Keatons. Weitere Materialien aus den Jahren 1952/53 umfassen Briefwechsel mit Dr. med. Frederick Rosenthal zu medizinischen und mit Dr. Rudolf Oberloskamp zu vornehmlich geografischen Fragen, eine medizinischphänomenologische Abhandlung Zur Physiologie und Pathologie der Eierstöcke im Zusammenhang mit Erscheinungen in den Wechseljahren, Postkarten von Düsseldorf und dem Rheinufer, das Portrait einer alternden Frau als Ausschnitt aus einer Illustrierten und eine Karte der Gegend um Düsseldorf.

Links