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Bestände

Zu den Beständen des TMA gehören sehr unterschiedliche Einheiten. Sie können behelfsweise unterteilt werden in:

  • die von Thomas Mann stammenden Bestände (Manuskripte, Materialien, Briefe, Tagebücher, Notizbücher, Nachlassbibliothek, persönliche Dokumente etc.) und
  • Archivalien, die von Thomas Mann und seinem Werk handeln (Sekundärliteratur, Zeitungsausschnitte, Fotos etc.). Die Archivbibliothek enthält alles, was zur wissenschaftlichen Arbeit über Thomas Mann wichtig ist.

In den mehr als fünfzig Jahren seines Bestehens hat das TMA seine Anfangsbestände immer wieder durch wichtige Archivalien erweitern können.
Hier eine kurze Auflistung des Archivzuwachses seit dem Grundbestand von 1956:

1957 gingen von der Familie die Nobelpreisurkunde und von Gottfried Bermann Fischer die Totenmaske und eine Büste Thomas Manns ein.
1959 konnte eine seltene Buddenbrooks-Erstausgabe erworben werden, welche eine Lücke füllte; die meisten Erstausgaben sind im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen.
1960 kam die Sammlung von Ida Herz hinzu, mit Ausnahme der Briefe Thomas Manns an sie. Im selben Jahr konnten 117 Briefe von Thomas Mann an Philipp Witkop erworben werden.
1961 gab es einen Teil-Kauf der Sammlung Hans Bürgins, des Thomas-Mann-Bibliographen, dessen Unterstützung bei der Erwerbung der verloren gegangenen Erstausgaben besonders wichtig war.
1964 schenkten die Brüder Ehrenberg ihre von Thomas Mann erhaltenen insgesamt 71 Briefe.
1966 gelangten 58 Briefe Thomas Manns an seine italienische Übersetzerin Lavinia Mazzucchetti und 34 Briefe an Bruno Walter als Geschenk ins Archiv.
1972 stiessen ausgeschiedene Seiten des Zauberberg aus Yale in Kopie zur Sammlung.
1990 vermachte die Familie Mann dem Archiv nochmals 109 kleinere Manuskripte im Original, und im Zuge der Liquidation des Kilchberger Hauses nach dem Tod Golo Manns 1994 kamen weitere Bücher Thomas Manns und andere Gegenstände ins Archiv.
1995 konnten mehrere Original-Typoskripte erworben werden, darunter das vollständige Typoskript der am 17. Mai 1941 gehaltenen Rede für die Federal Union, mit handschriftlichen Verbesserungen.
1997 schenkte Anita Naef dem Archiv unter anderem zwei Herrenhüte in originalen Hutschachteln aus dem Besitz Thomas Manns.
1998 wurde das Archiv um 414 Originalbriefe Hedwig Pringsheims an Katia Mann aus der Zeit von 1938 bis 1941 ergänzt.
1999 kamen Kopien des frühen Manuskripts der Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull hinzu und vier Jahre später das vollständige Manuskript von Kindness (1943). Im selben Jahr konnten drei weitere Typoskripte erworben werden, darunter Thomas Mann über seine Ausbürgerung vom Dezember 1936.
2004 kamen als Schenkung sechs originale Kohlezeichnungen Katia Manns von Edeltraud Abel und rund 300 Originalbriefe und -karten von Dritten an Thomas Mann aus den Jahren 1921-1935 hinzu.
2006 konnte das Archiv drei Porträts erwerben, die Franz von Lenbach von Katia Pringsheim, ihrer Mutter Hedwig Pringsheim-Dohm und ihrer Grossmutter Hedwig Dohm gemalt hat. Der Kauf wurde ermöglicht durch die Jubiläumsstiftung der Credit Suisse und eine private Spende.
2008

überführte die Bayerische Staatsbibliothek 61 Titel in 75 Bänden, welche die Nationalsozialisten 1933 aus dem Münchner Haus Thomas Manns beschlagnahmt hatten, ins TMA. Ferner konnte ein Tagebuch gekauft werden, das Katia Mann über ihre Tochter Monika in den Jahren 1910-1914 geführt hat.

2008 erwarb das TMA ein Tagebuch, das Katia Mann in den Jahren 1910-1914 über ihre Tochter Monika geführt hat. Diese Anschaffung wurde ermöglicht dank der Georg-und-Berta-Schwyzer-Stiftung, Zürich.
2008 konnte das TMA ein weiteres Gemälde erwerben, Franz von Defreggers Porträt von Eric Pringsheim (1884), Katia Manns Bruder. Dieser Ankauf wurde möglich dank der Unterstützung von Frau Nica Borgese (Enkelin von Thomas Mann) und Prof. Dr. Dr. Frido Mann (Enkel von Thomas Mann).